Apr 5

Kaum eine Bevölkerungsgruppe ist mobiler als Studenten. Freitags geht es von der Uni zu den Eltern, zum Freund oder zur Freundin in die weit entfernte Heimatstadt und sonntags wieder zurück. Für das Studentenleben ebenso typisch sind häufigere, Wohnungswechsel oder Auslandssemester und bis man sich endgültig dazu entschließt, sesshaft zu werden, gehen schon ein paar Jahre ins Land.

Gleichzeitig sind Studenten wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe auf das Internet angewiesen, denn im World Wide Web lassen sich schnell sowohl Themen und Fakten für Seminararbeiten recherchieren als auch Anmeldungen zu bestimmten Lehrveranstaltungen über die Webseiten der Universitäten vornehmen. Die Korrespondenz mit Dozenten, die Pflege privater Kontakte, zum Entspannen zwischendurch ein Onlinespiel: Das Internet ist der ständige Begleiter von Studenten. Zudem ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, unterwegs zu arbeiten und zu surfen, denn Notebooks werden immer handlicher und leichter. Surfsticks scheinen also wie gemacht für mobile Studenten.

Surfsticks sind schnell angeschlossen und die Verbindung ebenso fix hergestellt. Viele Studenten nutzen daher die Zeit unterwegs für das Verfassen von Seminararbeiten und Durchführen von Recherchen. Und da das Internet genauso zuhause benötigt wird, kommt der Internetstick auch in den eigenen vier Wänden zum Einsatz.

Prepaid Surfstick oder Vertrag?

Je nach individuellen Erfordernissen werden im Laufe eines Monats große Datenmengen bis zu 5 oder 10 GB oder auch nur 200 MB genutzt. Wer unterwegs lediglich seine E-Mails abruft, verbraucht entsprechend weniger Bits als jemand, der lange Spielfilme herunterlädt. Gelegenheitssurfer, die ihren Internetstick nur unterwegs an den Wochenenden nutzen, kommen im Schnitt auf weniger Datenvolumen als Studenten, die mit ihrem Notebook täglich online gehen.

Daher sollte man sich vor dem Kauf eines Surfsticks überlegen, ob eher ein günstiger Prepaidtarif als Ergänzung zum heimischen DSL-Anschluss infrage käme oder ein Laufzeitenvertrag ohne Datenbegrenzung, wenn man mit dem Laptop häufiger unterwegs ist. Für Vielsurfer, die das mobile Internet intensiv nutzen, wären Verträge mit kurzen Laufzeiten eine Überlegung wert, zumal sich die Kosten für den Internetstick als solchen reduzieren, denn oft bekommt man die Hardware bei der Bestellung zum Nulltarif, während der Stick in Kombination mit Prepaidtarifen oft mit bis zu 40 Euro zu Buche schlägt.

Wie gut ist die Netzabdeckung?

Wer im Zug lange Strecken zurücklegt, durchfährt sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete. Nicht bei allen Anbietern ist eine durchgehend optimale Internetverbindung garantiert. Vodafone ist der Betreiber mit der deutschlandweit besten Netzabdeckung gefolgt vom Mobilfunkanbieter O2. An dritter Stelle liegt das Netz von T-Mobile und E-Plus rangiert im Ranking auf Platz Vier. Mit dem Datenübertragungsverfahren HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) ist man heutzutage in allen Netzen mit Geschwindigkeiten bis zu 7,2 Mbit/s unterwegs. Vor dem Kauf eines Surfsticks ist es empfehlenswert, sich darüber zu informieren, ob es sich um einen UMTS-Stick mit bis zu 3,6 Mbit/s oder um einen HSDPA-Stick mit stellenweise bis zu 14,4 Mbit/s Datenübertragungsrate handelt, und welcher Anbieter welches Mobilfunknetz nutzt. So surfen Kunden von mobook und 1&1 im Netz von Vodafone, Fonic und Freenet nutzen O2, Besitzer des Congstar Internetsticks surfen im Netz von T-Mobile und Base-Kunden nutzen bekanntermaßen das Netz von E-Plus.

Ein Surfstick Vergleich lohnt sich

Studenten, die auf eine schnelle und stabile Internetverbindung angewiesen sind, kalkulieren ihre Ausgaben für ihr mobiles Internet naturgemäß höher als Gelegenheitssurfer, denen es weniger ausmacht, wenn unterwegs hin und wieder der Empfang abbricht. Die monatlichen Grundgebühren richten sich sowohl nach dem Verbrauch der Datenmenge als auch nach der Geschwindigkeit.

Mit Stand von März 2011 bietet beispielsweise Mobook im L-Tarif ganze 7GB ungedrosseltes Datenvolumen für 24,99 € im Monat an. Mit dem Vodafone USB-Stick K4505-Z ist Highspeedsurfen bis zu 14,4 Mbit/s möglich. Der Stick kostet einmalig 1,00 €, wobei mobook auf eine Anschlussgebühr verzichtet. Der Nachteil ist, dass man sich für 24 Monate vertraglich binden muss. Wer mitten im Studium steckt, in den folgenden zwei Jahren kein Auslandssemester einplant und darüber hinaus intensiver Vielsurfer ist, kann von der hervorragenden Netzabdeckung und vom schnellen Internetstick von Vodafone profitieren.

Für Gelegenheitssurfer empfiehlt sich zum Beispiel der Fonic Surfstick für einmalige 39,95 € mit einer Tagesflat von 2,50 € oder der Congstar Prepaid Internetstick für einmalige 39,99 € mit einer Tagesflat von 2,49 €. (Stand: März 2011).

In Bezug auf den Fonic Surfstick können Studenten im Übrigen  zusätzlich sparen, indem sie per SMS von einen in den anderen Tarif wechseln. Wer etwa für den Abruf von wenigen E-Mails nicht gleich eine ganze Tagesflat vergeuden möchte, kann die gleiche SIM Karte im Handy-Tarif nutzen, denn so kosten 100 KB lediglich 24 Cent.


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